Innovation trifft Freiraum – der Fachtag selbst

wissenschaftlicher Diskurs unten, oben „die Chef(Innen)-Etage“

Am Ende des in seiner finalen Phase höchst intensiven Planungs- und Vorbereitungsprozesses stand der Fachtag, für den sich alle Mühen gelohnt hatten:

Auf dem Kinder- und Jugendbereich arbeiteten von 2. KlässlerInnen bis zu Schulabsolventen engagierte junge Menschen aus den verschiedensten Kontexten gemeinsam zu den Themen und Leitfragen des Tages in einer einzigartig freien und lockeren- aber gleichzeitig auch sehr konstruktiven Arbeitsatmosphäre. Auf einer gesamten Etage (im Laufe des Tages „Chef(Innen)-etage“ genannt) hatten die Teilnehmenden des Kinder- und Jugendbereiches in sieben Workshops die Chance, sich auszudrücken und laut zu werden. Sie malten Bilder und ein Banner, entwickelten ein Theaterstück, das sie gemeinsam aufführten, reimten als Poetry-SlammerInnen, rappten nach einem gemeinsam geschriebenen Text, diskutierten miteinander Möglichkeiten, Kinderrechte in der Schule zu leben.

Die Vielfalt der anwesenden Erwachsenen eine Etage tiefer dagegen war ebenso spürbar: Ein kurzer Steckbrief, der von allen Anwesenden ausgefüllt wurde und die im Laufe der Veranstaltung an einer Leine entlang des Flures aufgehängt wurden, machten die vielen unterschiedlichen Kontexte und beruflichen Herkünfte spielerisch sichtbar. Auch inhaltlich waren die wissenschaftlichen Inputs auf dem Erwachsenenbereich sehr divers und orientierten sich allesamt anderer Schwerpunkte.

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Zwischen Ehrenamt und Profession – ein Planungsprozess, der neue Wege geht

Der geeignete Rahmen für die Planung und Organisation des gemeinsamen Vorhabens – eines Fachtages zu Partizipation und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen – ergab sich schließlich durch die Kooperation zwischen der DeGeDe e.V. und dem Pestalozzi-Fröbel-Haus. So wurde ein Organisationsteam einberufen, zudem breit  eingeladen wurde und an dem sich viele Einrichtungen beteiligten. So unter anderem das SV-Bildungswerk, die KITA Menschenskinder gGmbH oder auch wir, die Beteiligungsfüchse gemeinnützige GmbH.

Logo KITA Menschenskinder

Bereits während der ersten Zusammentreffen (ca. Okt 2018) wurde sich die Gruppe schnell bewusst, dass ein einziger Fachtag mit ExpertInnen für Partizipation und Beteiligung allein, das Erleben dieser so wichtigen Bausteine für die Entwicklung von jungen Menschen nicht selbstverständlicher machen würde. Schnell war deshalb die Vision von einer Veranstaltungsreihe, die sich zu Beginn ihrer Auseinandersetzung am ExpertInnenwissen bedienen sollte, um im weiteren Verlauf die Zielgruppe immer weiter zu öffnen.

Logo SV-Bildungswerk

In den zurückliegenden 18 Monaten wurde Einladungs- bzw. Aufruftexten getüftelt, Listen mit möglichen TeilnehmerInnen erstellt und über ein geeignetes Konzept diskutiert. Dabei wurden keine Ideen vorschnell überworfen und alle Anwesenden konnten sich frei einbringen. Diese demokratische Diskussionskultur und das bewusste Ernstnehmen und Einbeziehen aller Gedanken und Impulse machten den Fachtag schon in seiner Organisation zu etwas Besonderem – einem Projekt das schon in der Planung und Organisation den Partizipationsgedanken lebte.

Wer neue Wege geht, trifft auf Widerstände – Herausforderungen im Planungsprozess

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Weil die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen nicht am Schultor endet

– ein Gespräch, das kontrovers beginnt und in einem gemeinsamen Vorhaben endet

Den Ausgangspunkt für das gemeinsame Vorhaben und den Beginn aller Planungen für dem Fachtag markierte ein Gespräch, das bereits vor über 3 Jahren stattfand: Mit am Tisch saßen damals Siegfried Arnz der ehemalige Leiter der Abt I der Senatsverwaltung, Dr. Hans Ulrich Krause vom Kinderhaus Berlin-Mark Brandenburg , Kerstin Kubisch-Piesk vom Jugendamt Mitte, Lukas Wolff vom SV-Bildungswerk und Michael Siegel von der DeGeDe e.V., die sich gemeinsam mit der Frage beschäftigten, die auch auf dem letztendlichen Fachtag noch maßgeblich sein sollte:

Warum wird Partizipation und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nicht selbstverständlich erlebt?

Einer der Hauptgründe für das Zusammenkommen dieser sehr diversen Gruppe, lag in der gemeinsamen Überzeugung, dass ein großer Hinderungsfaktor für das positive Erleben von Beteiligung und Partizipation in der ungenügenden  Kooperation zwischen vielen Feldern der Jugendhilfe und dem System Schule liegt.

Von Uneinigkeit und gemeinsamen Erkenntnissen

Das Gespräch war aufgrund dieser gemeinsamen Ansicht aber keineswegs ein Ausdruck von Einigkeit: Ganz im Gegenteil zeigte der Austausch zu Beginn vor allem die tiefe Verschiedenheit und die große Unterschiedlichkeit in der Auffassung über geeignete Maßnahmen oder Veränderungen.

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Beteiligung, Demokratie und Innovation – der Fachtag „Partizipation und Beteiligung“

„Ohne die Erfahrung gelingender Partizipation und Beteiligung in möglichst allen Phasen ihres Lebens haben Kinder und Jugendliche kaum Chancen, selbstbewusste Mitglieder unserer demokratischen Gesellschaft zu werden.“

Siegfried Arnz, Leiter der Abteilung I a.D. bei der Senatsverwaltung
für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin

Am 17.02.20 luden die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. und das Pestalozzi-Fröbel-Haus zu einem ersten bundesweiten Fachtag „Partizipation und Beteiligung“ von Kindern und Jugendlichen ein – das Besondere? Die Kinder und Jugendlichen kamen dabei selbst zu Wort.

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Alle Jahre wieder: Der Freizeit-Fußball-Cup 2.0 war ein voller Erfolg!

Zum Abschluss des Jahres setzen auch unsere Partizipationslotsen noch einmal ein tolles Projekt um: den Freizeit-Fußball-Cup 2.0.

Willkommensplakat im Eingangsbereich

Nachdem schon im letzten Jahr (am 29.12.2018) in der Sporthalle an der Hatzfeldtallee in Tegel circa 50 Jugendliche zusammen kamen, um gemeinsam Fußball zu spielen, waren in diesem Jahr sogar zahlreiche Zuschauer beim Turnier vor Ort!

Über die lokale Partnerschaft aus dem Bundesprogramm “Demokratie leben” reichten vier unserer PL (Miko, Kadir, Jerry und Piri) den gemeinsam verfassten Antrag beim JugendFORUM ein. Zur Jurysitzung des Jugendforums im AVA-Kiez  überzeugten schließlich Piri und Miko mit der gemeinsamen Projektidee die Jury. Auch andere Jugendliche vor Ort, die ihrerseits eigene Projekte beantragen wollten, fanden gefallen an dem Turnier und nahmen letztendlich sogar als Mannschaft am Turnier teil.

aktueller Flyer zum Turnier

Nach dem Vorbild des letzten Jahres wurden auch in diesem Jahr Flyer verteilt, über ein Info-Telefon Fragen beantwortet und per Mundpropaganda kräftig Werbung für das Turnier gemacht. Dabei nutzten die Jugendlichen auch soziale Netzwerke wie “instagram”, um dem Turnier eine breite Öffentlichkeit zu verschaffen und viele mögliche Interessenten zu erreichen.

Als der Ball endlich rollte, spielten die sechs anwesenden Mannschaften in einer Vorrunde um den Einzug in die KO-Spiele, in denen schließlich die drei Gewinnerplätze ausgefochten wurden. Auf fußballerisch recht hohem Niveau sahen die anwesenden Zuschauer und Eltern durchaus spannende Spiele, die allesamt fair und ohne weitere Zwischenfälle oder Ausschreitungen verliefen. So wurde auch die fairste Mannschaft mit einem Preis geehrt. Zu gewinnen gab es verschieden wertvolle “Decathlon-Gutscheine”, die bei dem Sportausstatter gegen einen neuen Fußball oder ähnliches eingetauscht werden können.

Halbfinalspiel

2018 und 2019: Zwei Freizeit-Fußball-Cups mit unterschiedlichen Herausforderungen

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Der Freizeit-Fußball Cup geht in eine neue Runde: ein Kurzbericht zum aktuellen Planungsstand

der Flyer zum diesjährigen Turnier

Nachdem der Freizeit-Fußball-Cup in der Sporthalle Hatzfeldtallee vom 29.12.18 ein durch und durch gelungenes Turnier war, für das unsere Partizipationslotsen unter anderen auch von der Wahlkreisabgeordneten Emine Demirbüken-Wegner und dem Reinickendorfer Stadtrat Tobias Dollase, die beide persönlich auf der Veranstaltung dabei waren (!), viel Anerkennung erfahren hatten, laufen nun schon die konkreten Planungen für das diesjährige Turnier zum Jahresabschluss.

Hier geht´s nochmal zum Artikel über das Turnier im letzten Jahr.

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Ein Workshop für Lehrkräfte aus der EU – gefördert im ERASMUS Förderprogramm

ein Artikel von Pirinthan Sivaharan, Partizipationslotse

In der ersten Oktoberwoche, am 7.10.19 und 8.10.19, hatten wir Besuch aus Katalonien (genauer gesagt aus Barcelona und Umgebung) sowie aus Unterfranken bzw. aus Würzburg und Umgebung. Die Gäste sollten an sich nichts gemeinsam haben, doch eine Sache gab es. Alle acht sind in ihrem Land LehrerInnen. Unsere Aufgabe war es, den acht das Prinzip des “Service Learnings” bzw. des “Lernens durch Engagement” (im Folgenden LdE) näher zu bringen. Gefördert wurde der Workshop von der Stiftung ,,Lernen durch Engagement´´ (https://www.servicelearning.de)

Der Workshop wurde von Michael Siegel und mir (Pirinthan Sivaharan, seit 2017 Partizipationslotse bei den Beteiligungsfüchsen) umgesetzt. Neben dem Kennenlernen von LdE, gab es auch noch einen kurzen Einstieg in das Feld der Demokratiepädagogik, der einen guten Übergang zu den Kompetenzen bot, die man bei LdE für das gesellschaftliche Zusammenleben lernt und begreift.

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