Was MACHT was?!

Das Curriculum vermittelt neben konkreten Inhalten zum Thema Vielfalt, Kinderrechte, Inklusion, Bedeutung von Lob und Tadel, Selbstfürsorge auch Methoden der Gestaltung demokratischer Prozesse und des Umgangs mit demokratiefeindlichen Äußerungen.

Das Qualifizierungsangebot richtet sich an Fachkräfte aus dem Bereich Schule und Jugendhilfe zur Entwicklung eines professionellen Umgangs und Haltung mit dem Thema „pädagogische Macht“.

Nächste Termine 2021:

(Preise auf Anfrage)

  • 19.-21.02.21 Modul MACHTvoller Einstieg
    • (Ort: Jugendkulturzentrum Pumpe, Lützowstraße 42, 10785 B, Übernachtung optional auf Anfrage möglich)
  • 26.-28.03.21 Modul KinderRECHTE
    • (Ort: Jugendkulturzentrum Pumpe, Lützowstraße 42, 10785 B, Übernachtung optional auf Anfrage möglich)
  • 24./25.04.21 Modul SELBSTfürsorge
    • (Ort: Jugendkulturzentrum Pumpe, Lützowstraße 42, 10785 B, Übernachtung optional auf Anfrage möglich)
  • 21.-23.05.21 Modul PARTizipation
    • (Ort: Jugendkulturzentrum Pumpe, Lützowstraße 42, 10785 B, Übernachtung optional auf Anfrage möglich)
  • 20.-22.08.21 Modul TeamKULTUR
    • (Ort: Jugendkulturzentrum Pumpe, Lützowstraße 42, 10785 B, Übernachtung optional auf Anfrage möglich)
  • 17.-19.09.21 Modul WERTvoll
    • (Ort: Jugendkulturzentrum Pumpe, Lützowstraße 42, 10785 B, Übernachtung optional auf Anfrage möglich)
  • Modul EinPRÄGsam
    • (Ort und Zeitpunkt für das Abschlussmodul mit Zertifikatsübergabe wird mit den Kursteilnehmeden geplant und umgesetzt)

Die Fortbildung ist ein Zertifikatskurs. Dafür benötigt man die Teilnahme an allen Modulen. Für Interessent*innen, die sich für einzelne Module interessieren besteht die Möglichkeit sich ab 31. Januar 2021 für die ausgewählten Module zu registrieren.

Die 7 Modulinhalte:

Das Modul MACHTvoller Einstieg ermöglicht einen Einstieg in das Thema erzieherische Macht und stellt dieses in einen Zusammenhang mit Adultismus, also den gesellschaftlichen Machtverhältnissen zwischen ‚Erwachsenen‘ und ‚Kindern‘. Dabei wird davon ausgegangen, dass allen pädagogischen Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern eine Machtungleichgewicht zugrunde liegt und eine Reflexion der eigenen Macht als Erzieher*in einen verantwortungsvollen Umgang damit ermöglichen kann.

Das Modul KinderRECHTE zielt darauf, die UN-Kinderrechtskonvention (vertiefend) kennenzulernen und ihre Bedeutung für die Entwicklung gleichwürdiger und -wertiger Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern im Kontext pädagogischer Einrichtungen zu begreifen. Das Modul verweist auch auf Möglichkeiten, die Kinderrechte mit Kindern zu thematisieren.

Das Modul SELBSTfürsorge etabliert vertiefend ein Thema, welches wahrscheinlich in unserer aller Alltagsleben zu kurz kommt: Die Selbstfürsorge – der Inhalt der Maßnahme konzentriert sich dabei auf die Haltung, die hinter Selbstfürsorge steht. Anliegen ist es u.a. einen tieferen Einblick in die Begriffe wie Mitgefühl und Achtsamkeit zu geben – beides wichtige Schlüsselkomponenten für die Selbstfürsorge. Auch der Umgang mit Gefühlen steht im Fokus dieser Auseinandersetzung. Der Methodenteil bietet Anleitungen zur Reflexion von Überforderung im Alltag, zum Umgang mit Gefühlen und stellt ressourcenfördernde Übungen für ein selbstfürsorgliches Leben und Arbeiten vor.

Im Modul PARTizipation steht im Vordergrund die Bedeutung im täglichen Geschehen mitwirken, mitgestalten, mitbestimmen zu können. „Partizipation als Mitbestimmung bezieht sich auf Entscheidungen und Entscheidungsverfahren sowie auf die Möglichkeiten des Einzelnen, darauf Einfluss zu nehmen.“ (Hansen/Knaur/Sturzenhecker 2011,19). Dieses Modul wird von der Frage geleitet, welche Informationen und Unterstützungen Pädagoginnen und Pädagogen helfen könnten, Partizipation (er)lebbar zu machen. Hierbei werden unterschiedliche Elemente des pädagogischen Alltags untersucht, die als besonders schwierig empfunden werden, diese partizipativ zu gestalten.

Das Modul TeamKULTUR lädt dazu ein, die Machtverhältnisse im Team und den Umgang zu reflektieren. Wir fokussieren die eigenen (Schutz-) Mechanismen im Umgang mit Kritik, eigenen ‚Fehlern‘, Unsicherheit und Überforderung und die Entwicklung und Erprobung von Möglichkeiten der direkten Kommunikation. Voraussetzung für diese tiefe, selbstreflexive Annäherung ist ein minimales Grundvertrauen untereinander. Für viele Kolleg*innen sind die hier angesprochenen Themen – und der gewählte Zugang – wahrscheinlich neu und ungewohnt. Es kann eine spannende Reise werden, die sicher auch von Widerstand begleitet ist! Genau diese bewusst wahrzunehmen und vielleicht sogar dahinterliegende Unsicherheiten zu entdecken und teilen zu können, ist der Weg.

Das Modul WERTvoll ermöglicht den Teilnehmenden einen vertiefenden Blick in das Thema Wertschätzung. Die Methoden der Maßnahme verdeutlichen den Unterschied von Wertschätzung zum konventionellen Lob und geben alternative Vorschläge für das Ausdrücken von Dankbarkeit, Anerkennung und Selbstwert. Weiterhin werden Übungen angeboten, die die wertschätzende Selbstwahrnehmung der Teilnehmenden fördern und die möglicherweise fehlende Wertschätzung in ihrem Alltag sichtbar machen. Praktische Übungen zum Umformulieren helfen den Teilnehmenden von den gewohnten Formulierungen umzusteigen. Das Modul WERTvoll führt außerdem in eine Haltung der Wertschätzung ein (anhand des Konzepts des Guten Grundes), die eine Voraussetzung für ein wertschätzendes Miteinander ist.

Das Modul EinPRÄGsam setzt sich mit den Konzepten von Schuld, Lob, Strafe, Regeln und Grenzen auseinander. Es dient vor allem der Reflexion des eigenen Umgangs mit bzw. der eigenen Haltung gegenüber diesen Konzepten. Im Vordergrund stehen die biographische Arbeit mit den Konzepten und die Herstellung eines Bezuges zum jeweiligen Gegenwartsalltag. Mit diesem Einblick wollen wir verdeutlichen, welchen Einfluss die Konzepte auf uns selbst, unser Miteinander und auf die Entwicklung von Kindern haben kann und welche alternative Umgangsweisen möglich sind.

Flyer

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Anmeldung und Kontakt

Bitte schreiben Sie eine E-Mail an m.siegel@befu.berlin oder rufen Sie an unter (0162) 267 9214.