Was MACHT was?!

Das Curriculum „WAS MACHT WAS?!“ lädt mit einem ausgezeichnet ausgebauten Methodenkoffer dazu ein, den Umgang mit der eigenen pädagogischen Macht zu reflektieren und auch auf eigene, biographische Machterfahrungen zu stoßen, die vielleicht sogar prägend waren.

Rund um die Schlagworte Adultismus, Kinderrechte, Selbstfürsorge, Partizipation, Teamkultur, Wertschätzung sowie den Konzepten von Schuld, Lob, Strafe, Regeln und Grenzen bietet das Curriculum eine umfassende und beeindruckende Sammlung von Hintergrundwissen und Methoden zur Reflexion zu allen genannten Themen. 

Zusammen mit der Diskussion zu dem, was pädagogisch auf ethischer Ebene begründet ist, bedient sich Beteiligungsfüchse der Reckahner Reflexionen und dem Curriculum „Was MACHT Was!?” – also zweier attraktiver und wirksamer Ausgangspunkte zur Weiterentwicklung und Stärkung der eigenen Haltung mit dem Ziel, Potentiale von Selbstwirksamkeit, Partizipation und der Entwicklung einer demokratischen Organisations-, Einrichtungs- oder Schulkultur in den Blick zu nehmen. Ein aus unserer Sicht extrem wichtiger Beitrag zur flächendeckenden Entwicklung und Weiterentwicklung des Demokratielernens in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Schule.

Fragen Sie gern auch nach individuellen Angeboten für Ihre Einrichtung. Unsere Angebote können sich gezielt einzelnen Bausteinen des Curriculums „Was MACHT Was!?” widmen, aber natürlich auch das Curriculum als Ganzes zur Auseinandersetzung mit Haltungsfragen in allen relevanten Settings und Bereichen der pädagogischen Arbeit in den Blick nehmen.

Nächste Termine 2021:

Multiplikator*innen-Fortbildung

In dieser Fortbildung erhalten Sie einen übersichtlichen Einblick in alle Module. In praktischen Übungen und wertvollen Reflexionseinheiten erhalten Sie Gelegenheit Methoden an sich selbst auszuprobieren und ihre pädagogische Haltung weiter zu entwickeln. Neben dem schönen Aufenthalt im Gästehaus Reckahn nehmen Sie auch am Nebenprogramm teil und erfahren auch mehr über die Leitlinien der Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen.

DozentenKrystina Dombrowe, Michael Siegel
OrtGästehaus Reckahn der Rochow Akademie, Reckahner Dorfstraße, 14797 Kloster Lenin Ortsteil Rekahn
Preis1195,- € für alle 5 Ausbildungstage inkl. Übernachtung und Frühstück
Rabatt10%*
7,5%**
Termin12.-17.06.2021
Anmeldunghier

Jahresausbildung WasMachtWas-Praktiker*in

Das Hinterfragen der eigenen Haltung und die tiefe Auseinandersetzung mit allen Modulen machen Sie zum/zur wahren WasMachtWas-Praktiker*in. Sie haben die Methoden nach Abschluss der Ausbildung nicht nur selbst in praktischen Übungen und Reflexionseinheiten erlebt, sondern können Sie auch für Andere anleiten.

DozentenKrystina Dombrowe, Michael Siegel
OrtJugendkulturzentrum Pumpe, Lützowstraße 42, 10785 Berlin
(Übernachtung vor Ort möglich)
und Gästehaus Reckahn der Rochow Akademie, Reckahner Dorfstraße, 14797 Kloster Lenin Ortsteil Rekahn,
Übernachtung bereits im Teilnehmenden-Betrag enthalten
Preis2699,- €
2999,- € mit Übernachtung an allen Ausbildungstagen in Berlin
Rabatt10%*
7,5%**
Termine24./25.04.21 Modul MACHTvoller Einstieg
21.-23.05.21 Modul KinderRECHTE
16.-18.07.21 Modul TeamKULTUR (im Gästehaus Rekahn)
20.-22.08.21 Modul SELBSTfürsorge
17.-19.09.21 Modul PARTizipation
29.-30.10.21 Modul WERTvoll
3.-04.12.21 Modul EinPRÄGsam
Anmeldunghier

Die Jahresausbildung zum/zur WasMACHTwas-Praktiker*in ist ein Zertifikatskurs. Dafür ist die Teilnahme an allen Modulen erforderlich. Für Interessent*innen, die sich für einzelne Module interessieren besteht die Möglichkeit sich ab 31. März 2021 für die ausgewählten Module zu registrieren.
Hinweis: Die Veranstaltungen sind gemäß Infektionsschutzverordnung konzipiert und können bei Verschärfung der Maßnahmen auch in Teilgruppen / als Webinar durchgeführt werden.
Sie haben die Gelegenheit ohne Angabe von Gründen nach dem ersten Modul (für 539,80 €) von der Ausbildung zurückzutreten.

* für Teilnehmende über die eventus Akademie
** für Schüler*innen, Studierende und Geringverdienende (Nachweis erforderlich)


Die 7 Modulinhalte:

Das Modul MACHTvoller Einstieg ermöglicht einen Einstieg in das Thema erzieherische Macht und stellt dieses in einen Zusammenhang mit Adultismus, also den gesellschaftlichen Machtverhältnissen zwischen ‚Erwachsenen‘ und ‚Kindern‘. Dabei wird davon ausgegangen, dass allen pädagogischen Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern eine Machtungleichgewicht zugrunde liegt und eine Reflexion der eigenen Macht als Erzieher*in einen verantwortungsvollen Umgang damit ermöglichen kann.

Das Modul KinderRECHTE zielt darauf, die UN-Kinderrechtskonvention (vertiefend) kennenzulernen und ihre Bedeutung für die Entwicklung gleichwürdiger und -wertiger Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern im Kontext pädagogischer Einrichtungen zu begreifen. Das Modul verweist auch auf Möglichkeiten, die Kinderrechte mit Kindern zu thematisieren.

Das Modul SELBSTfürsorge etabliert vertiefend ein Thema, welches wahrscheinlich in unserer aller Alltagsleben zu kurz kommt: Die Selbstfürsorge – der Inhalt der Maßnahme konzentriert sich dabei auf die Haltung, die hinter Selbstfürsorge steht. Anliegen ist es u.a. einen tieferen Einblick in die Begriffe wie Mitgefühl und Achtsamkeit zu geben – beides wichtige Schlüsselkomponenten für die Selbstfürsorge. Auch der Umgang mit Gefühlen steht im Fokus dieser Auseinandersetzung. Der Methodenteil bietet Anleitungen zur Reflexion von Überforderung im Alltag, zum Umgang mit Gefühlen und stellt ressourcenfördernde Übungen für ein selbstfürsorgliches Leben und Arbeiten vor.

Im Modul PARTizipation steht im Vordergrund die Bedeutung im täglichen Geschehen mitwirken, mitgestalten, mitbestimmen zu können. „Partizipation als Mitbestimmung bezieht sich auf Entscheidungen und Entscheidungsverfahren sowie auf die Möglichkeiten des Einzelnen, darauf Einfluss zu nehmen.“ (Hansen/Knaur/Sturzenhecker 2011,19). Dieses Modul wird von der Frage geleitet, welche Informationen und Unterstützungen Pädagoginnen und Pädagogen helfen könnten, Partizipation (er)lebbar zu machen. Hierbei werden unterschiedliche Elemente des pädagogischen Alltags untersucht, die als besonders schwierig empfunden werden, diese partizipativ zu gestalten.

Das Modul TeamKULTUR lädt dazu ein, die Machtverhältnisse im Team und den Umgang zu reflektieren. Wir fokussieren die eigenen (Schutz-) Mechanismen im Umgang mit Kritik, eigenen ‚Fehlern‘, Unsicherheit und Überforderung und die Entwicklung und Erprobung von Möglichkeiten der direkten Kommunikation. Voraussetzung für diese tiefe, selbstreflexive Annäherung ist ein minimales Grundvertrauen untereinander. Für viele Kolleg*innen sind die hier angesprochenen Themen – und der gewählte Zugang – wahrscheinlich neu und ungewohnt. Es kann eine spannende Reise werden, die sicher auch von Widerstand begleitet ist! Genau diese bewusst wahrzunehmen und vielleicht sogar dahinterliegende Unsicherheiten zu entdecken und teilen zu können, ist der Weg.

Das Modul WERTvoll ermöglicht den Teilnehmenden einen vertiefenden Blick in das Thema Wertschätzung. Die Methoden der Maßnahme verdeutlichen den Unterschied von Wertschätzung zum konventionellen Lob und geben alternative Vorschläge für das Ausdrücken von Dankbarkeit, Anerkennung und Selbstwert. Weiterhin werden Übungen angeboten, die die wertschätzende Selbstwahrnehmung der Teilnehmenden fördern und die möglicherweise fehlende Wertschätzung in ihrem Alltag sichtbar machen. Praktische Übungen zum Umformulieren helfen den Teilnehmenden von den gewohnten Formulierungen umzusteigen. Das Modul WERTvoll führt außerdem in eine Haltung der Wertschätzung ein (anhand des Konzepts des Guten Grundes), die eine Voraussetzung für ein wertschätzendes Miteinander ist.

Das Modul EinPRÄGsam setzt sich mit den Konzepten von Schuld, Lob, Strafe, Regeln und Grenzen auseinander. Es dient vor allem der Reflexion des eigenen Umgangs mit bzw. der eigenen Haltung gegenüber diesen Konzepten. Im Vordergrund stehen die biographische Arbeit mit den Konzepten und die Herstellung eines Bezuges zum jeweiligen Gegenwartsalltag. Mit diesem Einblick wollen wir verdeutlichen, welchen Einfluss die Konzepte auf uns selbst, unser Miteinander und auf die Entwicklung von Kindern haben kann und welche alternative Umgangsweisen möglich sind.

Flyer

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