Von „Brücken“ und „Komplizen“: Das Interview zum Lernbrücken Projekt mit Michael Siegel – Teil 2

Lieber Micha, wie sieht denn ein klassischer Arbeitstag einer LernkomplizIn bei den LernBrücken aus? Was passiert als Erstes, wenn ein junger Mensch nach Unterstützung fragt?

Das würde ich gern getrennt beantworten, erstmal zur zweiten Frage: Am Anfang steht immer ein Erstgespräch, bei dem es darum geht, Bedarfe der SchülerInnen und deren Familien zu finden, die bisher schulisches Lernen erschwert oder ganz abgeschlossen haben. Gemeinsam wird dann vereinbart, was passieren muss, um wieder Anschluss zu finden und gut aus der Krise zu kommen. Im Prinzip ist das so etwas wie eine Zielformulierung. Der Alltag von einem Lernkomplizen ist aber grundsätzlich sehr individuell, da kann man eigentlich wenig generalisieren. Aber ich würde mal ein Beispiel-Arbeitstag für unsere Lernkomplizin „xy“ skizzieren.

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Von „Brücken“ und „Komplizen“: Das Interview zum Lernbrücken Projekt mit Michael Siegel – Teil 1

Warum heißt es eigentlich „Lernbrücken“? Wofür steht der Asudruck?

Den Begriff hat die Senatsverwaltung für ihr Programm zur Unterstützung besonders benachteiligter SchülerInnen und deren Familien gewählt. Es soll dabei helfen, den Anschluss an die Bildungspläne für diese Kinder nicht ganz aufzugeben. Die Senatsverwaltung hat über die Deutsche-Kinder und Jugendstiftung als Programmdirektion NGOs dazu aufgerufen, für dieses Programm Konzepte einzureichen. Der Name passt auch ganz gut, finde ich. So kann man sich recht gut bildlich vorstellen, dass wir dafür da sind, Brücken an den Stellen zu schlagen, an denen junge Menschen und ihre Familien aufgrund der Situation in der Corona-Krise vom „Lernen“ nahezu gänzlich abgehängt werden.

Was passiert konkret im Projekt? Was bieten wir an?

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