Ein toller Abschluss, für großartiges Engagement: Das „Lernen durch Engagement“ Abschlussfest an der Max-Beckmann Oberschule

Am Donnerstag, den 02.Mai 2019 fand auf dem Schulhof der Max-Beckmann Oberschule das “Lernen durch Engagement”-Abschlussfest stattund somit das von Beteiligungsfüchse gGmbH initiiert und begleitete “Ehrenamtsnetzwerk-Schule-Kiez” seinen diesjährigen Abschluss. In einem offenen Rahmen stellten die Schülerinnen und Schüler der 8.Klassen Ihre Projekte in kurzen Präsentationen auf einer Bühne vor circa. 50 Gästen vor und ernteten reichlich Applaus. Die Klassen erhielten außerdem eine Urkunde für ihr geleistetes Engagement. Zur Zeugnisausgabe werden alle Schülerinnen und Schüler ein Zertifikat erhalten, das Ihnen ihr Engagement im Kiez bescheinigt und vielleicht schon für eine Bewerbung für die SchülerInnen-Betriebspraktika in Klasse 9 von Bedeutung sein kann.

Geschäftsführer Michael Siegel im freudigen Gespräch mit Musiker „Floske“

Neben den Projektpräsentationen mit anschließendem Urkundeverleih sorgte Musiker “Floske” für einen fröhlich-lockeren Einstieg in das Programm, “Interims-DJ” Georg Mastritsch schuf eine gute Atmosphäre durch seine musikalische Ausgestaltung zwischen den einzelnen Präsentationen. Für den kleinen- und auch den großen Hunger wurde etwas abseits Gegrilltes verkauft und von SchülerInnen selbstgemachte Pizza oder von SchülerInnen und Eltern beigesteuerte Kuchen für ein kleines Entgelt angeboten.

Freund und Helfer Mekyas Mulugeta am Grill-Verkauf

Die Schülerinnen und Schüler der sechs 8.Klassen präsentierten die Projekte, die Sie über das Jahr hinweg im Rahmen von Lernen durch Engagement (“Service-Learning”, https://befu.berlin/ehrenamtsnetzwerk-schule-kiez/#more-476) in Kooperation mit einem gemeinnützigen Träger aus dem Kiez durchgeführt hatten. Auch im zweiten Durchgang des Ehrenamtsnetzwerks “Schule-Kiez” (erster Durchgang mit den 8.Klassen des Schuljahrs 17/18) machten sich die SchülerInnen gemeinsam mit den betreuenden Lehrpersonen auf, Handlungsbedarfe im Kiez zu identifizieren und in einem Projekt umzusetzen. Angebunden in den Fachunterricht-Fächer Ethik, Deutsch, Sport oder auch Biologie setzten Sie ihre Projekte anschließend in einer tollen Art und Weise um und sammeln auf diesem Weg erste Eindrücke und Erfahrungen, sich zivilgesellschaftlich zu engagieren.

An diesem Punkt setzt das  Ehrenamtnetzwerk “Schule-Kiez” an: Es versucht, einen fließenden Übergang der Lebenswelt der SchülerInnen innerhalb der Schule in den Kiez zu schaffen. Nicht nur Schülerinnen und Schüler, die im Kiez wohnen, lernen diesen innerhalb der Schulzeit besser kennen und gelangen in Auseinandersetzung mit Themen, die im Kiez relevant sind, sondern auch jene SchülerInnen, die nicht direkt im Kiez wohnhaft sind, gelangen teilweise in eine erste Auseinandersetzung mit gemeinnützigenTrägern, Institutionen und Möglichkeiten des Engagements mit einem nicht unerheblichen Teil ihrer Lebenswelt.

Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich innerhalb des Ehrenamtsnetzwerks Vieles in eine positive Richtung entwickelt: gemeinnützige Träger im Kiez wissen mittlerweile um das Netzwerk und freuen sich weitestgehend bereits auf die Ideen und Projekte, die im kommenden Schuljahr auf Sie warten. Auch die Lehrerinnen und Lehrer, die im Verlaufe des Projekts die klassische Rolle der Lehrkraft verlassen- und über das Projekt hinweg immer mehr zu einem/r LernbegleiterIn werden, fühlen sich immer wohler in Ihrer Rolle: “Es sei zwar ein hoher Aufwand, der für so ein Lernen durch Engagement Projekt betrieben werden müsse, all die Reflexionsgespräche würden viel Zeit kosten, meint Karl Drews, Klassenlehrer der 8.12 der Max-Beckmann Oberschule und ergänzt: “Aber all das ist es wert, denn viel schöner ist es zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler hier rausgehen, stolz etwas gemeinsam auf die Beine gestellt zu haben. Da ist dieses Abschlussfest finde ich, ein wichtiger Faktor.”

Tatsächlich zählt ein von Anerkennung und Lob getragener Abschluss, wie auch die prozessbegleitenden Reflexionsgespräche zu den sechs Qualitätsstandards von Lernen durch Engagement.

Nach den einzelnen Projektpräsentationen habe ich mit den Gruppen jeweils kleine Interviews geführt. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Projekten und Eindrücke der Schülerinnen und Schüler findet Ihr in wenigen Tagen in Form eines kleinen Artikels auf unserer Website (www.befu.berlin)!

Die Engagement-Projekt-Tage 2019

Geplant und umgesetzt von den Beteiligungsfüchse gemeinnützige GmbH fanden von Mittwoch, dem 20.03.2019 bis Freitag, den 22.03.19 für die 11. Klassen der Max-Beckmann-Oberschule die Engagement-Projekt-Tage 2019 statt. Ziel der Projekttage war es, den SchülerInnen einen Einblick in und für das Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert, sowie für  die Lehr- und Lernform “Lernen durch Engagement” (engl. “Service-Learning”) zu bieten. Damit verbunden war auch, dass die SchülerInnen einen Einblick in Möglichkeiten bekamen zivilgesellschaftliches Engagement im Kiez rund um die Schule selbst zu anzustoßen bzw. kennenzulernen.

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Interview mit Frau Tresenreuter: Ein Gespräch über Problembewältigung und Kooperationen

Zum Kontext: Seit Januar 2019 führt Frau Tresenreuter an der Otto-von-Guericke Oberschule ein „Lernen durch Engagement” – Projekt durch. Auf der Suche nach Unterstützung trat sie an Michael heran. Als “Best-Practice-Beispiel” für gelungene Kooperationsarbeit habe ich ein Interview mit Ihr geführt.

Verweis zu Lernen durch Engagement


A: Hallo Frau Tresenreuter. Schön, dass Sie da sind!

T: Sehr gern. Tatsächlich war ich bei dem ersten Projekt manchmal etwas frustriert. Es viele gab Eckpunkte, die nicht gepasst haben. Ich hatte mir sogar vorgenommen so etwas nicht mehr zu machen.

A: ..und jetzt sitzen wir hier gemeinsam und reden über Ihr tolles, zweites Projekt. Was glauben Sie, ist rückblickend schiefgelaufen und wie kam es aus der Frustration zu der Entscheidung, sich dem doch noch einmal anzunehmen?

T: Bei dem ersten Projekt habe ich mir unglaublich viele Gedanken gemacht. Ich habe mich in die Arbeit gestürzt ohne richtig zu gucken, passt das alles mit den Bedarfen der Menschen, auf die das Projekt abzielt? Kann ich das alleine überhaupt alles so umsetzen wie ich mir das vorstelle? Dazu war das alles nicht optimal kommuniziert, Unterstützung habe ich nur pointiert erfahren und auch gekümmert habe ich mich darum nicht recht.

Ich habe zumeist alleine versucht, alles zu schaffen und außerdem manchmal noch Menschen überreden müssen, damit Sie meinen Schülern überhaupt die Gelegenheit geben, sich zu engagieren. Das war etwas, was ich so nicht noch einmal erleben möchte.

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Fachtag zum Thema Service-Learning

 Was moderne Lehr- und Lernformen für die Demokratie leisten können.

Am 27.11.2018 fand in den Räumlichkeiten der „Stiftung Brandenburger Tor“ eine interessante und gut besuchte Fachveranstaltung zum Thema Service-Learning, was zu Deutsch auch „Lernen durch Engagement“ genannt wird, statt. Dabei waren VertreterInnen aus Politik und Verwaltung, sowie Schul- und Fachleitungspersonal von Schulen aus Berlin und anderen Bundesländern anwesend. 

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„Lernen durch Engagement“ in der Oberstufe

Lernen durch Engagement (im Englischen Service Learning) ist eine Lehr- und Lernform, die schulisches (fachliches) Lernen mit gesellschaftlichem Engagement verbindet. Die Anbindung des strukturell verankerten Engagements von SchülerInnen außerhalb der Schule findet immer im Fachunterricht statt. Dabei stehen die Ausbildung von demokratischen Kompetenzen und bürgerschaftlichem Engagement zur Stärkung der Zivilgesellschaft, aber auch die Veränderung von Unterricht und Lernkultur im Zentrum dessen, was sich unter dem Begriff „Lernen durch Engagement“ versteht.

Gemeinsam mit der Max-Beckman-Oberschule in Berlin-Reinickendorf haben wir eine dreitägige Einführungs-Veranstaltung mit über 100 SchülerInnen realisiert.

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