Drei Tage Lehren und Lernen der Zukunft

Kiezerkundung zu unterschiedlichen Themen

An Tag zwei, der bei schönem Wetter auf der größten Sportanlage des Kiezes begann, konnten die SchülerInnen zunächst etwas über die Haltung erfahren, die notwendig ist, um auf reale Probleme und Bedarfe zu stoßen, die der Auguste-Viktoria-Alle-Kiez zu verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten aufweist. Danach konnten die SchülerInnen zwischen insgesamt zehn verschiedenen Themen wählen, zu denen Sie den Kiez untersucht haben. Je ein Teamender von den Beteiligungsfüchsen hat den SchülerInnen diesbezüglich zunächst etwas über die Möglichkeiten und Schwerpunkte in den verschiedenen Themengebieten präsentieren können. Danach konnten sich die SchülerInnen eine der thematischen Gruppen zuordnen, mit der sie das Ziel verfolgten, die erwähnten realen Probleme und Bedarfe zu suchen und daraus Ideen für Engagementprojekte zu entwickeln. Dazu sollten sie in den Kiez ausschwärmen und entsprechende Anlaufstellen aufsuchen. Geforscht und entwickelt wurde zu den Themen Kulturelles, Religion, Inklusion, Politik/Gesellschaft, Sport, Bildungsgleichberechtigung im Kiez, Jugendgerechter Kiez sowie Natur und Umwelt. Mit den gesammelten Erfahrungen und Notizen sollten die SchülerInnen  eine Dokumentation in Form einer Fahrstuhlpräsentation vorbereiten. Indem sie die   unterschiedlichsten Medien und Methoden für ihre Präsentation auswählten, legten sie bereits die Weichen für den Höhepunkt des Letzen Tage. 

Präsentation und krönender Abschluss

Am letzten Tag wurden die SchülerInnen von ihrem Schulleiter begrüßt, der sich ein eigenes Bild von dem machen wollte, was die SchülerInnen bis zu diesem Zeitpunkt in ihren Themengruppen erarbeitet hatten. An diesem Tag war die Jugendfreizeiteinrichtung Fuchsbau Gastgebende. Überall in dem großen Haus wurde für die Präsentationen geübt. Um 12:00 Uhr war es dann soweit und die Fahrstuhlpräsentationen liefen an. Alle hatten Beeindruckendes zu bieten, so z.B. einen Vorschlag zur Errichtung eines sogenannten Calisthenics-Parks, eine aus Rohren bestehende Anlage, an der mit eigener Körperkraft trainiert werden kann. Die SchülerInnen befragten aber auch Mitarbeitende der Müllabfuhr zu „Problemgebieten“ im Kiez und machten erstaunliche Entdeckungen (ein Sikh-Gebetshaus, aufgeschlossene Passanten, die Vielfalt der sozialen Einrichtungen). 

Kaum verwunderlich, dass sich Frau Wilcek von Charité Facility-Management beeindruckt von den Ergebnissen der Präsentationen zeigte, bei denen sie zugeschaut hatte. Frau Wilcek hob in einer kleinen Rede hervor, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement sein kann, um auf eine berufliche Laufbahn auch in ihrem Unternehmen vorbereitet sein zu können. Die Firmengruppe Charité Facility-Management ist seit vielen Jahren in der Schulkonferenz der Max-Beckmann-Oberschule vertreten und hat sich von vornherein offen für die neue Lehr- und Lernkonzeption „Lernen durch Engagement“ und den geplanten Wahlpflichtkurs gezeigt. 

Die Arbeit der Beteiligungsfüchse an der Max-Beckmann-Oberschule

Die Max-Beckmann-Oberschule arbeitet seit einigen Jahren mit Michael Siegel und Georg Mastritsch von den Beteiligungsfüchsen zusammen, um den SchülerInnen in der Schule mehr Möglichkeiten zu eröffnen sich mit ihren Kompetenzen einzubringen. Der Träger der Jugendhilfe Beteiligungsfüchse gemeinnützige GmbH begleitet die Schule in dem vor einigen Jahren begonnen Prozess der demokratischen Schulentwicklung. Zu den Aufgaben des Trägers gehören auch die Einführung des demokratiepädagogischen Lernarrangements Klassenrat aber auch die Einführung von Lernen durch Engagement in den 8. Klassen. 

Entwicklung einer demokratischen Schulkultur

Die Schule hat mit diesem sehr umfassenden Ansatz einen weiteren Schritt zu einer demokratischen Schulkultur gemacht.  Dabei setzt sie einerseits auf die Ausbildung und Stärkung von Kompetenzen, die junge Menschen brauchen, um sich für sich und andere einzusetzen und andererseits schafft die Schule Möglichkeiten und Räume, in denen die SchülerInnen eigene Ideen zur Ausgestaltung des Schullebens aber auch einfach nur ihre Sichtweisen und Aspekte ihrer Lebenswelt einbringen können.